Fakt: Die London Underground startete 1863. Heute fahren täglich über 5 Millionen Menschen damit.
Die London Underground (the Tube so nennen die Londoner liebevoll ihre Underground) ist mehr als nur ein Verkehrsmittel. Sie ist ein Stück Weltgeschichte. Seit über 160 Jahren bringt sie Millionen Menschen durch die britische Hauptstadt – und gilt als die älteste U-Bahn der Welt. Wenn du London besuchst, solltest du unbedingt mit ihr fahren. Nicht nur, um schnell von A nach B zu kommen, sondern um ein echtes Stück Technik- und Stadtgeschichte zu erleben.

Wie alles begann
Am 10. Januar 1863 fuhr die erste U-Bahn der Welt von Paddington nach Farringdon. Die Strecke war knapp sechs Kilometer lang. Die Züge fuhren damals mit Dampflokomotiven durch Tunnel aus Backstein. Die Luft war heiß, stickig und voller Rauch – doch für die Menschen im viktorianischen London war das ein technisches Wunder.
Die Idee kam aus purer Not. Londons Straßen waren überfüllt mit Pferdekutschen, und die Stadt wuchs rasant. Ein Transportsystem unter der Erde sollte helfen, den Verkehr zu entlasten. Schon nach wenigen Tagen nutzten Zehntausende Londoner die neue Bahn.
Das war der Beginn der Metropolitan Railway, der Vorläuferin der heutigen London Underground.
Entwicklung der London Underground
Was mit einer kurzen Dampfbahn begann, wuchs schnell zu einem komplexen Netz heran.
- 1890 fuhr die erste elektrische U-Bahn der Welt – zwischen Stockwell und King William Street.
- 1908 erhielt das Netz offiziell den Namen „Underground“.
- 1933 wurden alle Linien zu einem einheitlichen System zusammengeschlossen.
- Heute umfasst das Netz über 400 Kilometer mit mehr als 270 Stationen.
Die Tube, wie die Londoner sie nennen, ist das Rückgrat der Stadt. Sie transportiert jeden Tag mehr als 4 Millionen Menschen.
Warum du sie unbedingt erleben solltest
Eine Fahrt mit der London Underground ist weit mehr als reine Fortbewegung. Du fährst durch die Geschichte einer ganzen Stadt.
- Architektur und Design: Viele Stationen, etwa Baker Street oder Paddington, zeigen noch die ursprünglichen viktorianischen Backsteinbögen.
- Kunst unter der Erde: Moderne Stationen wie Westminster oder Canary Wharf beeindrucken mit klarer Architektur und Lichtdesign.
- Kultstatus: Das Logo der London Underground – der rote Kreis mit blauem Balken – ist weltberühmt.
- Typisch London: Ob du an einem Busker vorbeigehst, den Geruch von Metall und Öl wahrnimmst oder die freundliche Stimme „Mind the gap“ hörst – du erlebst echtes London.

Praktische Tipps für deine Fahrt mit der Underground
- Nimm eine Oyster Card oder kontaktloses Bezahlen: Damit fährst du günstiger als mit Einzeltickets.
- Vermeide die Rush Hour: Zwischen 7–9 Uhr und 17–19 Uhr sind die Züge überfüllt. Plane deine Fahrten davor oder danach.
- Achte auf die Linienfarben: Jede Linie hat eine feste Farbe. Die Karte findest du in jeder Station oder in der App „TfL Go“.
- Mind the gap: Der berühmte Hinweis „Achte auf den Spalt zwischen Zug und Bahnsteig“ stammt aus den 1960er-Jahren und ist Kult.
- Halte dich rechts: Auf Rolltreppen stehen Londoner immer rechts, links wird überholt.
Spannende Fakten zur ältesten U-Bahn der Welt
- Die London Underground war die erste U-Bahn überhaupt – ihr Startjahr 1863 gilt als Beginn des modernen Nahverkehrs.
- Die älteste Station ist Paddington (Metropolitan Line), noch heute in Betrieb.
- Die Luft in den Tunneln kann im Sommer bis zu 35 Grad erreichen.
- Es gibt eine verlassene Geisterstation – Aldwych, die du bei Führungen besichtigen kannst.
- Das Netz hat insgesamt über 1.000 Kilometer Schienen, inklusive Nebenstrecken und Wartungstunnel.
- Die kürzeste Strecke liegt zwischen Covent Garden und Leicester Square – nur 260 Meter.
- Während des Zweiten Weltkriegs dienten viele Stationen als Schutzbunker.
- Der älteste Teil des Tunnels wurde von Hand mit Schaufel und Spitzhacke gegraben.
- Das bekannte London Underground Roundel-Logo wurde 1908 eingeführt.
- Über 1 Milliarde Fahrten pro Jahr machen sie zu einem der meistgenutzten Verkehrssysteme der Welt.
Warum sie bis heute einzigartig ist
Die London Underground ist kein Museum, sondern ein lebendiges System, das sich ständig weiterentwickelt. Alte Tunnel werden modernisiert, neue Linien wie die Elizabeth Line erweitern das Netz. Trotzdem bleibt der Charme der Geschichte spürbar – in den alten Stationen, im Klang der Züge und in der Atmosphäre tief unter der Stadt.
Wenn du London besuchst, steig ein, fahr ein paar Stationen mit und spüre, wie Geschichte lebendig wird. Du reist auf denselben Gleisen, auf denen schon Menschen vor über 150 Jahren unterwegs waren.
WERBUNG/SPONSORED
Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links