Oxford Street London: Jetzt wird die berühmte Shoppingmeile zum Fußgängerparadies

London ohne rote Doppeldeckerbusse? Auf der Oxford Street ist das jetzt tatsächlich Realität, zumindest auf einem großen Teil der berühmten Einkaufsstraße. Wo sich früher Busse, Taxis und Menschenmassen durch das Herz der britischen Hauptstadt drängten, entsteht seit Ende Oktober 2026 eine völlig neue Flaniermeile. Und die könnte das Shopping-Erlebnis in London für immer verändern.

Wer schon einmal auf der Oxford Street unterwegs war, kennt dieses ganz besondere London-Gefühl. Überall leuchten Schaufenster, aus den Geschäften strömen Menschen mit Einkaufstaschen, an jeder Ecke wartet die nächste Entdeckung. Dazu das Hupen der Taxis, das Rumpeln der roten Doppeldeckerbusse und ein nicht enden wollender Strom von Fußgängern, die versuchen, sich auf den oft überfüllten Gehwegen ihren Weg zu bahnen.

Genau dieses Bild gehört auf einem Teil der Oxford Street jetzt der Vergangenheit an.

Seit dem 26. Oktober 2026 ist ein knapp einen Kilometer langer Abschnitt der berühmten Einkaufsstraße für den regulären Fahrzeugverkehr gesperrt. Keine Busse mehr, keine Taxis und keine privaten Autos. Stattdessen gehört die Straße nun den Menschen, die hier einkaufen, spazieren gehen, London entdecken oder einfach nur die Atmosphäre genießen möchten.

Und das ist für London eine ziemlich große Sache. Schließlich ist die Oxford Street nicht irgendeine Straße, sondern eine der bekanntesten Shopping-Adressen der Welt.


Eine neue Ära: Was sich auf der Oxford Street verändert hat

Die Idee, die Oxford Street in eine Fußgängerzone zu verwandeln, wurde in London schon seit Jahren diskutiert. Zu viel Verkehr, zu wenig Platz für Fußgänger und eine enorme Belastung durch Lärm und Abgase machten die berühmte Einkaufsstraße immer wieder zum Thema.

Im September 2024 brachte Londons Bürgermeister Sadiq Khan das Vorhaben erneut auf den Weg. Es folgten öffentliche Befragungen, Planungen und Diskussionen darüber, wie eine der wichtigsten Einkaufsstraßen Großbritanniens künftig aussehen soll.

Bei einer großen Konsultation im Jahr 2025 sprachen sich 66 Prozent derjenigen, die zu dieser Frage Stellung nahmen, für eine Fußgängerzone aus. Die Entscheidung für den ersten Abschnitt fiel schließlich im Frühjahr 2026. Am Montag, dem 26. Oktober 2026, wurde die Verkehrssperrung Realität.

Der neue autofreie Abschnitt reicht von der Orchard Street im Westen bis zur Great Portland Street im Osten. Er umfasst damit auch den Bereich rund um die berühmte Kreuzung Oxford Circus.

Wichtig zu wissen: Die gesamte Oxford Street ist damit noch nicht autofrei. Wer beispielsweise vom Marble Arch in Richtung Selfridges läuft, bewegt sich zunächst weiterhin außerhalb der neuen Fußgängerzone. Erst östlich der Orchard Street beginnt der verkehrsberuhigte Abschnitt.

Dort dürfen nun auch Fahrräder, E-Scooter und Fahrradrikschas nicht mehr fahren. Mobilitätsscooter bleiben erlaubt, und für Liefer- und Versorgungsfahrzeuge gelten begrenzte Zufahrtsmöglichkeiten zwischen Mitternacht und 7 Uhr morgens.

Das Besondere daran ist nicht nur die neue Verkehrsregelung. Es verändert sich auch, wie man diesen Teil Londons erleben kann. Man muss sich nicht mehr ausschließlich auf die engen Gehwege beschränken, während wenige Meter daneben ein Bus nach dem anderen vorbeifährt.

Plötzlich bekommt die Straße selbst eine ganz andere Bedeutung.

KI-generierters Bild wie Oxford Street in Zukunft aussehen könnte – grüner, mehr Sitzmöglichkeiten

Mehr Platz zum Bummeln, Staunen und London genießen

Man stelle sich vor, man steht mitten auf der Oxford Street, schaut auf die imposanten Häuserfassaden und lässt den Blick die Straße entlangwandern. Rechts und links reihen sich die Geschäfte aneinander, Menschen bleiben vor Schaufenstern stehen, und dazwischen öffnet sich ein Straßenraum, den früher vor allem Fahrzeuge beanspruchten.

Was in vielen europäischen Städten längst selbstverständlich ist, war auf der Oxford Street lange kaum vorstellbar.

Dabei ist die Straße wie geschaffen dafür, sie zu Fuß zu entdecken. Hier geht es schließlich nicht nur ums Einkaufen. Es geht um dieses unverwechselbare London-Gefühl, um die Mischung aus historischen Fassaden, internationalen Marken, kleinen Seitenstraßen und dem ständigen Eindruck, dass hinter der nächsten Ecke schon wieder etwas Spannendes wartet.

Die neue Fußgängerzone macht es leichter, die Umgebung bewusst wahrzunehmen. Vielleicht entdeckt man dabei sogar Gebäude, an denen man bei früheren Besuchen achtlos vorbeigelaufen ist.

Allerdings sollte man nicht erwarten, dass die Oxford Street schon jetzt wie eine fertig gestaltete, begrünte Fußgängerpromenade aussieht. Die Sperrung ist erst der Anfang. Die bauliche Umgestaltung erfolgt schrittweise, und zwischenzeitlich wird es weiterhin Bauarbeiten geben.

Geplant sind unter anderem zusätzliche Sitzgelegenheiten, mehr Pflanzen, öffentliche Plätze und eine einheitlich gestaltete Straßenfläche. Die ersten beiden Abschnitte mit angehobener Fahrbahn sollen im Frühjahr 2027 fertig werden.

Das bedeutet: Wer London jetzt besucht, erlebt gewissermaßen den Beginn eines neuen Kapitels.


Shopping auf der Oxford Street: Diese Geschäfte sollte man kennen

Selfridges – ein Kaufhaus wie eine Sehenswürdigkeit

Schon die monumentale Fassade macht Selfridges zu einem der auffälligsten Gebäude der Oxford Street. Innen erwarten Besucher internationale Designer, Beauty-Abteilungen, Accessoires und kulinarische Entdeckungen. Selbst wer nichts kaufen möchte, sollte einmal hineinschauen. Das berühmte Kaufhaus liegt westlich des neuen autofreien Abschnitts.

John Lewis – britische Kaufhauskultur

Wer typisch britische Wohnaccessoires, Mode, Kosmetik oder Geschenke sucht, wird bei John Lewis fündig. Das traditionsreiche Kaufhaus liegt direkt an der Oxford Street und eignet sich hervorragend für eine ausgedehnte Shoppingpause.

Modeketten und große Flagship-Stores

Natürlich ist die Oxford Street auch für ihre internationalen Modemarken bekannt. Zara, H&M und viele weitere bekannte Namen machen sie zu einem beliebten Ziel für alle, die gern durch unterschiedliche Geschäfte stöbern. Besonders schön ist es, sich nicht zu viel vorzunehmen und einfach dort hineinzugehen, wo ein Schaufenster neugierig macht.

Wer die Oxford Street besucht, sollte deshalb ruhig etwas mehr Zeit einplanen. Die Geschäfte sind oft größer als ihre Filialen in anderen Städten, und zwischen den Modeabteilungen finden sich immer wieder interessante Beauty-, Lifestyle- und Geschenkbereiche.

Mein Tipp für einen entspannten Shoppingtag: Lieber einige wenige Geschäfte in Ruhe erkunden, statt möglichst viele Läden abzuhaken. Gerade auf der Oxford Street kann man problemlos mehrere Stunden verbringen, ohne zu merken, wie schnell die Zeit vergeht.


Oxford Circus: Das Herzstück der neuen Fußgängerzone

Einer der spannendsten Orte der Umgestaltung ist der Oxford Circus. Hier kreuzen sich Oxford Street und Regent Street, zwei der berühmtesten Einkaufsstraßen Londons.

Die markanten, geschwungenen Gebäudefassaden rund um die Kreuzung gehören zu den schönsten Stadtansichten im West End. Wer Architektur liebt oder gern fotografiert, sollte sich hier unbedingt etwas Zeit nehmen.

Früher war der Oxford Circus vor allem ein Ort, an dem sich große Menschenmengen und dichter Verkehr begegneten. Mit der Sperrung der Oxford Street verändert sich nun auch der Charakter dieser Kreuzung.

Besonders reizvoll ist die Möglichkeit, den Besuch gleich mit einem Spaziergang durch die Regent Street zu verbinden. Sie führt in südlicher Richtung zum Piccadilly Circus und ist mit ihren eleganten Fassaden, den großen Geschäften und den geschwungenen Straßenverläufen ein echtes London-Highlight.

So wird aus einem einfachen Einkaufsbummel ganz schnell ein abwechslungsreicher Stadtspaziergang.

Abseits der Oxford Street: Hier zeigt London seine besonders charmante Seite

So beeindruckend die Oxford Street auch ist, die schönsten London-Momente erlebt man manchmal nur wenige Schritte abseits der großen Einkaufsstraßen.

Ganz in der Nähe des Oxford Circus liegt beispielsweise die Carnaby Street. Sie gehört zu meinen liebsten Empfehlungen für alle, die beim Shopping nicht nur die großen internationalen Marken sehen möchten.

Die kleine Fußgängerstraße ist bekannt für ihre farbenfrohen Dekorationen, individuellen Geschäfte und die lebendige Atmosphäre. Hier wirkt London plötzlich etwas verspielter, kreativer und entspannter.

Besonders schön ist die Umgebung rund um Kingly Court, einen Innenhof mit Restaurants und Lokalen auf mehreren Ebenen. Wer nach dem Einkaufsbummel Hunger bekommt, findet hier eine interessante Alternative zu den großen Restaurantketten an der Oxford Street.

Ein weiteres Highlight liegt gleich um die Ecke: Liberty London.

Schon von außen sieht das Kaufhaus mit seiner markanten Fachwerkfassade aus, als wäre es einem historischen London-Bilderbuch entsprungen. Im Inneren erwarten Besucher knarrende Holzböden, außergewöhnliche Stoffe, edle Wohnaccessoires, Parfüms und eine ganz besondere Atmosphäre.

Selbst wenn man eigentlich gar nichts kaufen möchte, lohnt sich ein Besuch. Liberty ist eines jener Geschäfte, die selbst schon eine Sehenswürdigkeit sind.

Wer danach noch Energie hat, sollte einfach weiter durch Soho schlendern. Zwischen kleinen Cafés, Restaurants, Theatern und versteckten Seitenstraßen zeigt sich London von einer ganz anderen Seite.

Und genau diese Mischung macht die Gegend rund um die Oxford Street so reizvoll: Innerhalb weniger Minuten wechselt man von einer weltberühmten Einkaufsmeile zu kleinen Straßen, in denen es immer wieder Neues zu entdecken gibt.


Die Oxford Street zur Weihnachtszeit: Jetzt könnte es besonders schön werden

Es gibt kaum eine Jahreszeit, in der die Oxford Street so besonders wirkt wie in der Vorweihnachtszeit.

Wenn sich der Himmel über London bereits am späten Nachmittag dunkel färbt, die Schaufenster festlich dekoriert sind und die berühmte Weihnachtsbeleuchtung über der Straße funkelt, verwandelt sich die Einkaufsmeile in ein einziges Lichtermeer.

Gerade deshalb kommt die neue Fußgängerzone zu einem spannenden Zeitpunkt. Denn die Verkehrssperrung wurde bewusst noch vor der geschäftigen Weihnachtssaison 2026 umgesetzt.

Zum ersten Mal können Besucher die festliche Atmosphäre auf dem neuen autofreien Abschnitt erleben, ohne dass dort ständig rote Doppeldeckerbusse und Taxis vorbeifahren.

Natürlich wird die Oxford Street deshalb nicht plötzlich menschenleer sein. Ganz im Gegenteil: Besonders im November und Dezember ist mit vielen Besuchern zu rechnen. Doch die zusätzliche Fläche schafft neue Möglichkeiten, sich zwischen den Geschäften zu bewegen und die Dekorationen zu bewundern.

Besonders reizvoll dürfte ein Spaziergang am frühen Abend sein. Wenn die Geschäfte noch geöffnet haben, die Lichter eingeschaltet sind und die Stadt langsam in ihre abendliche Stimmung übergeht, zeigt sich London von seiner schönsten Seite.

Mein Tipp: Verbindet einen Besuch der Oxford Street mit der festlich geschmückten Regent Street und einem Abstecher zur Carnaby Street. Die drei Einkaufsstraßen liegen so nah beieinander, dass sich daraus wunderbar ein weihnachtlicher Spaziergang machen lässt.

So kommt ihr am besten zur neuen Fußgängerzone

Wer die Oxford Street besuchen möchte, braucht kein Auto. Im Gegenteil: Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist die berühmte Einkaufsstraße besonders bequem zu erreichen.

Die wichtigste Station ist Oxford Circus Underground Station. Sie liegt direkt im Bereich der neuen Fußgängerzone und wird von der Central Line, der Victoria Line und der Bakerloo Line bedient.

Eine weitere gute Möglichkeit ist die Station Bond Street Station. Sie wird unter anderem von der Elizabeth Line angefahren und eignet sich besonders gut, wenn ihr euren Spaziergang im westlichen Bereich der Oxford Street beginnen möchtet.

Auch die Station Tottenham Court Road ist praktisch, vor allem wenn ihr die Einkaufsstraße von Osten her erkunden möchtet.

Wer mit dem Bus unterwegs ist, sollte allerdings beachten, dass sich durch die neue Fußgängerzone einige Linienführungen und Haltestellen verändert haben. Busse fahren nicht mehr durch den autofreien Abschnitt. Mehrere Linien wurden auf umliegende Straßen umgeleitet, und alternative Haltestellen liegen teilweise rund 200 Meter entfernt.

Auch Taxis können nicht mehr direkt in den gesperrten Bereich fahren. Taxistände gibt es jedoch weiterhin in den umliegenden Straßen, teilweise weniger als 100 Meter von der Fußgängerzone entfernt.

Die Stationen Bond Street und Tottenham Court Road bieten stufenfreien Zugang. Transport for London

Am einfachsten plant ihr eure Anreise über die offizielle Website von Transport for London oder die TfL-Go-App. Dort findet ihr die aktuellen Verbindungen und eventuelle Änderungen.

Mein Vorschlag: Ein entspannter Spaziergang durch das neue Shopping-Herz Londons

Eine schöne Route für etwa drei bis vier Stunden, mit Zeit für Geschäfte, Fotos und eine Kaffeepause.

Beginnt euren Spaziergang am Marble Arch, dem bekannten Triumphbogen am westlichen Ende der Oxford Street. Von dort geht es in Richtung Osten, vorbei an den ersten großen Geschäften und dem imposanten Kaufhaus Selfridges.

Nach wenigen Minuten erreicht ihr die Orchard Street. Hier beginnt der neue autofreie Abschnitt, der das Einkaufserlebnis auf der Oxford Street verändert.

Lasst euch Zeit, schlendert an den Schaufenstern entlang und genießt die neue Perspektive auf die berühmte Straße. Vielleicht entdeckt ihr ein interessantes Geschäft, das ihr bei früheren London-Besuchen übersehen habt.

Weiter geht es vorbei an John Lewis in Richtung Oxford Circus. Dort lohnt sich ein kurzer Fotostopp, bevor ihr nach Süden in die Regent Street abbiegt.

Nur wenige Schritte entfernt wartet Liberty London mit seiner außergewöhnlichen Architektur. Anschließend könnt ihr euren Spaziergang durch die Carnaby Street fortsetzen und euch in einem der Cafés oder Restaurants eine Pause gönnen.

Wer danach noch Lust auf London hat, kann weiter in Richtung Soho laufen oder die Regent Street bis zum Piccadilly Circus hinunterspazieren.

Das Schöne an dieser Route: Sie verbindet die berühmten Sehenswürdigkeiten mit den kleinen Entdeckungen, die einen Städtetrip oft erst unvergesslich machen.

Praktische Tipps für euren Besuch auf der Oxford Street

Die Oxford Street lässt sich grundsätzlich das ganze Jahr über besuchen. Wer die Einkaufsstraße möglichst entspannt erleben möchte, sollte jedoch die Tageszeit bewusst wählen.

Am Vormittag unter der Woche ist es häufig angenehmer als an Samstagnachmittagen, wenn sich besonders viele Besucher durch die Geschäfte bewegen. Wer dagegen das typische London-Gewusel liebt, wird gerade die geschäftigen Stunden mögen.

Plant für einen gemütlichen Bummel mindestens zwei bis drei Stunden ein. Wenn ihr mehrere große Kaufhäuser besuchen, in Ruhe fotografieren und zwischendurch etwas essen möchtet, kann daraus problemlos ein halber Tag werden.

Denkt außerdem daran, dass die Oxford Street zwar jetzt auf einem großen Abschnitt autofrei ist, die Bauarbeiten aber noch nicht abgeschlossen sind. Vorübergehende Absperrungen und Veränderungen gehören in der ersten Phase zur Umgestaltung dazu. Außerdem bleiben einige Straßen, die die Oxford Street in Nord-Süd-Richtung kreuzen, weiterhin für Fahrzeuge geöffnet. Achtet deshalb auch im neuen Fußgängerbereich auf die Beschilderung.

Gerade an Wochenenden oder in der Weihnachtszeit empfiehlt es sich, etwas Geduld mitzubringen. Und noch ein kleiner Tipp: Wer viel einkaufen möchte, sollte bequeme Schuhe tragen. Die Oxford Street ist länger, als sie auf den ersten Blick wirkt, und mit den vielen interessanten Seitenstraßen kommen schnell einige Kilometer zusammen.

Wie geht es mit der Oxford Street weiter?

Die langfristige Vision: mehr Grün, Sitzmöglichkeiten und Platz zum Verweilen. Die endgültige Gestaltung ist noch nicht abgeschlossen.

Die neue Fußgängerzone ist erst der Beginn einer umfassenden Veränderung.

Londons Stadtverwaltung und die Oxford Street Development Corporation möchten aus der Einkaufsstraße langfristig mehr machen als eine reine Shopping-Adresse. Die Oxford Street soll ein Ort werden, an dem Menschen nicht nur einkaufen, sondern auch gern Zeit verbringen.

Dazu gehören mehr Bäume und Pflanzen, neue Sitzgelegenheiten und öffentliche Bereiche, die zum Verweilen einladen. Vorgesehen sind unter anderem zwei kleine Platzbereiche in der Nähe der Holles Street und der Duke Street.

Auch die bisherige Trennung zwischen Fahrbahn und Gehweg soll schrittweise verschwinden. Stattdessen ist eine zusammenhängende, möglichst barrierearme Straßenfläche geplant.

Interessant ist, dass die ersten Veränderungen bewusst als Übergangslösung gestaltet werden. Die Verantwortlichen möchten beobachten, wie Menschen die neuen Flächen nutzen, bevor die endgültige Gestaltung umgesetzt wird.

Die ersten sichtbaren Umgestaltungen sollen bis zum Frühjahr 2027 weiter voranschreiten. Die dauerhafte Neugestaltung des jetzt autofreien Abschnitts ist nach den derzeitigen Planungen für die folgenden Jahre vorgesehen, mit einem angestrebten Abschluss 2028.

Ob die neue Oxford Street tatsächlich so lebendig, grün und einladend wird, wie es die Entwürfe versprechen, wird sich also erst mit der Zeit zeigen.

Eines steht aber schon jetzt fest: Die berühmte Einkaufsstraße befindet sich mitten in einem der spannendsten Veränderungsprozesse ihrer Geschichte.

Die neue Oxford Street ist ein guter Grund, London wieder zu besuchen

London ist eine Stadt, die sich ständig verändert und trotzdem ihren unverwechselbaren Charakter bewahrt. Genau das macht die britische Hauptstadt so faszinierend.

Die neue Fußgängerzone auf der Oxford Street ist ein schönes Beispiel dafür.

Eine Straße, die jahrzehntelang vom dichten Verkehr geprägt war, bekommt plötzlich die Chance, sich neu zu erfinden. Wo früher Busse und Taxis den Ton angaben, entsteht mehr Raum für Menschen, Begegnungen und das besondere Lebensgefühl einer der aufregendsten Städte Europas.

Natürlich bleibt die Oxford Street eine lebendige, manchmal auch hektische Einkaufsstraße. Wer hier absolute Ruhe sucht, wird vermutlich auch künftig nicht glücklich werden. Doch gerade die Mischung aus Großstadttrubel, beeindruckenden Kaufhäusern, eleganter Architektur und kleinen Entdeckungen macht ihren Reiz aus.

Und jetzt kommt noch etwas Neues hinzu: das Gefühl, eine weltberühmte Straße auf eine Weise erleben zu können, die bis vor Kurzem kaum möglich war.

Wer London schon kennt, hat damit einen wunderbaren Anlass, die Oxford Street noch einmal neu zu entdecken. Und wer zum ersten Mal in die britische Hauptstadt reist, sollte sich einen Spaziergang durch das neue autofreie Shopping-Herz der Stadt auf keinen Fall entgehen lassen.

Vielleicht ist es am Ende genau das, was die neue Oxford Street so besonders macht: Man kommt wegen der Geschäfte – und bleibt, weil London einfach immer wieder überrascht.


Quellen und weiterführende Informationen

Die folgenden Quellen wurden für die Recherche verwendet. Besonders wichtig sind die offiziellen Angaben der Londoner Verkehrsbehörde und der Oxford Street Development Corporation, da die Umgestaltung erst wenige Tage alt ist.

1. Transport for London – Traffic-free Oxford Street. Offizielle Informationen zur Verkehrssperrung seit dem 26. Oktober 2026, zu den Regeln und zu den geplanten Umgestaltungen. Offizielle Projektseite

2. Transport for London – Oxford Street Area Works. Aktuelle Hinweise zu Busumleitungen, Haltestellen, Taxis, Barrierefreiheit und Anreise. Aktuelle Verkehrsinformationen Transport for London

3. Oxford Street Development Corporation. Offizielle Projektchronologie von 2024 bis zur Eröffnung der Fußgängerzone im Oktober 2026. Projekt und Zeitplan

4. Greater London Authority – Mayoral Decision MD3475. Hintergrund zur Entscheidung, den öffentlichen Konsultationen und der politischen Umsetzung. Offizieller Beschluss

5. e-architect – Oxford Street Pedestrianisation Design, 29. Oktober 2026. Ausführlicher Bericht über das Gestaltungskonzept, neue Sitzgelegenheiten, Bepflanzung und die weiteren Bauphasen. Architekturbericht und Entwürfe

6. 365 Retail – Oxford Street Goes Traffic-Free, 26. Oktober 2026. Aktueller Bericht zur Eröffnung und zu den erwarteten Auswirkungen auf Handel und Besucher. Bericht zur Eröffnung

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