Die TOP 5 Food-Märkte in London

London ist ein Paradies für Foodies. Kaum eine andere europäische Metropole verbindet internationale Küche, kreative Streetfood-Kultur und traditionelle Spezialitäten so spannend wie die britische Hauptstadt. Zwischen historischen Markthallen, trendigen Streetfood-Hotspots und versteckten Gourmetständen entstehen Geschmackserlebnisse, die man so schnell nicht vergisst.

Wer London wirklich erleben möchte, sollte deshalb unbedingt die berühmtesten Food-Märkte besuchen. Hier trifft man auf Köche aus aller Welt, entdeckt neue Trends und erlebt die Stadt mit allen Sinnen.

Hier stelle ich dir die fünf besten Food-Märkte in London vor – inklusive Insider-Tipps, Highlights und Empfehlungen, was du unbedingt probieren solltest.


01: LEGENDÄRER KLASSIKER

Borough Market
Der Puls Londons

Seit dem 13. Jahrhundert der Mittelpunkt der Londoner Esskultur und heute mehr als nur ein Markt.

Der Borough Market gehört ohne Zweifel zu den bedeutendsten Food-Märkten Europas und das nicht ohne Grund. Direkt im Schatten der London Bridge gelegen, zieht er täglich Tausende von Besuchern in seinen Bann: Einheimische, die morgens ihre frischen Zutaten für das Abendessen kaufen, neugierige Touristen, Spitzenköche auf der Suche nach seltenen Zutaten und Foodjournalisten, die schon wieder eine neue Geschichte wittern.

Die Geschichte dieses außergewöhnlichen Ortes reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als auf dem südlichen Ufer der Themse bereits reger Handel betrieben wurde. Was sich in den vergangenen Jahrzehnten jedoch verändert hat, ist die Qualität und Vielfalt der Angebote: Heute findest du hier handgepresste Olivenöle aus der Toskana neben frisch geräuchertem schottischen Lachs, ägyptische Dukkah neben belgischer Schokolade, englische Farmkäsesorten neben türkischen Mezes.

Doch es ist nicht nur das Sortiment, das den Borough Market so unvergesslich macht. Es ist die Atmosphäre: Das Rattern des Zuges über die viktorianischen Eisenbahnbögen, unter denen der Markt zum Teil untergebracht ist. Das Stimmengewirr in einem Dutzend Sprachen. Die Händler, die lautstark ihre Waren anpreisen. Und überall dieser unwiderstehliche Duft – nach frisch gebackenem Sauerteigbrot, nach gegrillten Chorizo-Scheiben, nach dampfendem Fleisch im Slowcooker und nach karamellisierten Zwiebeln.

„The Borough Market is not just a place to buy food – it’s a place to understand what food means to this city.“

Wer sich Zeit nimmt und nicht sofort zum nächsten Stand hetzt, wird belohnt: Die Händler erzählen gerne von ihrer Arbeit, lassen kosten und kennen ihre Produkte in- und auswendig. Das macht jeden Einkauf hier zu einem kleinen kulinarischen Gespräch.

Was du unbedingt probieren solltest

Die gebratenen Scotch Eggs von Scotchtails zählen zu den bekanntesten Streetfood-Momenten des Marktes – außen knusprig paniert, innen saftig weich. Ebenso unverzichtbar: das Raclette am Käsestand, frisch über Pellkartoffeln geschmolzen, oder die Salt Beef Bagels, die hier in einer Qualität verkauft werden, die jeden New Yorker Deli-Besitzer neidisch machen würde. Wer Süßes bevorzugt, sollte unbedingt die Brownies von Konditor & Cook kosten – sie haben Kultstatus.

Auch die Käseauswahl ist bemerkenswert. Der Borough Market gilt als Pilgerort für Käseliebhaber: Von kräftigem englischem Cheddar bis hin zu Rohmilchkäsesorten, die du in dieser Form kaum woanders findest, ist die Auswahl überwältigend. Lass dir vom Händler eine kleine Verkostungsreise zusammenstellen – die meisten sind mehr als bereit dazu.

Insider-Tipps:

  • Besuche den Markt unter der Woche – am Wochenende ist es oft so voll, dass das Schlendern keinen Spaß mehr macht. Mittwoch und Donnerstag sind ideal.
  • Die besten Stände öffnen oft schon um 8 Uhr morgens – komm früh, wenn der Markt noch ruhig ist und die Händler noch Zeit für ein Gespräch haben.
  • Schau dir die Nebenstraßen an: In der Stoney Street und unter den Bögen der Winchester Walk verstecken sich oft die interessantesten Stände abseits des Haupttrubels.
  • Viele Händler geben Kostproben – frag aktiv danach. Es ist ausdrücklich erwünscht und ein Teil der Marktkultur.
  • Für ein erschwingliches Mittagessen: Der Borough Market bietet großartige Streetfood-Preise, aber die angrenzenden Pubs wie der Market Porter sind legendär für Craft Beer direkt am Markt.

02: KULTIGE WELTKÜCHE

Camden Market
Chaos mit Charme

Punkrock trifft Streetfood – der bunteste, lauteste und wohl wildeste Markt der Stadt.

Täglich 10–18 Uhr

Der Camden Market ist, anders als sein Ruf vermuten lässt, längst nicht mehr nur Treffpunkt für Goths und Alternative-Fans. Zwar lebt der Markt noch immer von seiner rebellischen Energie – dem farbenfrohen Straßenbild, den schrillen Schaufenstern, den Tätowier-Studios und dem unverkennbaren Lärmpegel – doch das Food-Angebot hat sich in den letzten Jahren zu einem der vielfältigsten der Stadt entwickelt.

Wer durch die Stables Market und den Hawley Wharf schlendert, trifft auf eine kulinarische Weltreise in kompakter Form: Äthiopische Injera mit verschiedenen Wots, japanische Takoyaki-Bällchen, venezolanische Arepas, koreanisches Bibimbap, palästinensische Falafel, mexikanische Tamales – all das in einem Radius von wenigen hundert Metern. Keine andere Marktanlage Londons bietet eine so breite internationale Auswahl auf so engem Raum.

Der Markt gliedert sich in mehrere Bereiche, die jeweils ihren eigenen Charakter haben. Die Stables Market – benannt nach den alten Pferdeställen der viktorianischen Ära – ist der historischste Teil und beheimatet besonders die interessanteren, kleineren Anbieter. Der neuere Hawley Wharf am Kanalufer dagegen ist moderner, großzügiger angelegt und von architektonischer Qualität – hier sitzt man mit Blick auf den Regent’s Canal und genießt sein Essen im Freien.

„Camden ist der Beweis, dass gutes Essen keine Kleiderordnung braucht — hier isst man das Beste der Welt in Lederjacke und mit Irokese.“

Was Camden von anderen Märkten unterscheidet, ist die Energie: Es ist laut, bunt, manchmal überwältigend – aber nie langweilig. Die Standbesitzer kommen selbst aus aller Welt, kochen nach den Rezepten ihrer Heimat und erzählen gerne davon. Ein Besuch hier ist ein soziales Erlebnis, keine ruhige Einkaufstour.

Kulinarische Highlights

Unbedingt empfehlenswert ist der Ethiopian Kitchen-Stand, der traditionelle Gerichte auf der riesigen, spongiösen Injera serviert – ein unvergessliches Geschmackserlebnis für Ungeübte. Ebenso bemerkenswert sind die Venezuelan Arepas, gefüllt mit schwarzen Bohnen, Avocado und Käse, sowie die japanischen Ramen-Shops unter den Bögen der Stables, die trotz Marktumgebung echte Tiefe in den Brühen haben. Wer auf süße Sachen steht: Die Churros con Chocolate gehören zum Besten, was man in ganz London in diesem Genre bekommt.

Insider-Tipps:

  • Meide Camden an Samstagen und Sonntagen, wenn möglich – der Markt ist dann buchstäblich überflutet. Wochentags ist das Erlebnis deutlich angenehmer.
  • Die beste Strategie: Erst den ganzen Markt erkunden, alle Optionen sichten, und dann erst essen gehen. Es gibt so viel, dass man es bereut, beim ersten verlockenden Stand direkt zugeschlagen zu haben.
  • Der Hawley Wharf bietet die besten Sitzplätze mit Canalblick – aber komm früh, denn die Tische am Wasser füllen sich schnell.
  • Zwischen den Ständen gibt es kleine, fast versteckte Passagen und Innenhöfe mit lokalen Vintage-Händlern und Kunsthandwerk – nimm dir Zeit zum Entdecken.
  • Parkgebühren und Uber-Preise in der Gegend sind hoch – am besten mit der Northern Line anreisen und zu Fuß genießen.

03: GEHEIMTIPP DER SZENE

Maltby Street Market
Das echte London

Klein, eigensinnig und von Kennern geliebt – der Markt, den Borough Market vor zwanzig Jahren war.

Sa 9–17 Uhr, So 11–16 Uhr

Bermondsey / London Bridge

Wer dem Borough Market zu bekannt, zu voll und zu touristisch geworden ist, dem flüstert man in London-Kennerkreisen seit Jahren denselben Namen zu: Maltby Street. Was 2010 als bescheidene Alternative begann, als eine Handvoll Borough-Market-Produzenten unter den viktorianischen Eisenbahnbögen von Bermondsey eine eigene kleine Marktidylle schufen, hat sich zu einem der authentischsten Food-Erlebnisse der Hauptstadt entwickelt.

Der Markt erstreckt sich entlang der schmalen Maltby Street und den angrenzenden Bögen – und genau diese Kulisse ist Teil des Zaubers. Die rustikalen Backsteinbögen, die Graffiti an den Wänden, die improvisierten Tische auf dem Gehsteig: Hier gibt es keine Instagram-optimierte Inszenierung, kein aufwendiges Branding, keine Einheitlichkeit. Was du siehst, ist das, was die Produzenten tatsächlich machen.

Was Maltby Street von anderen Märkten unterscheidet, ist der direkte Kontakt zur Herstellung. Viele der Betreiber sind gleichzeitig Produzenten: Der Mann, der dir den Käse verkauft, hat ihn selbst gereift. Die Frau hinter dem Weinstand importiert direkt vom Winzer. Der Bäcker hat die Brote um vier Uhr morgens aus dem Ofen geholt. Diese Unmittelbarkeit, diese Ehrlichkeit des Angebots – das macht Maltby Street so besonders.

„Maltby Street ist der Markt, den Borough Market vor zwanzig Jahren war — wild, ehrlich und für Entdecker gemacht.“

Kurzzeit-Besucher sollten sich zudem das Deli-Frühstück am Samstag nicht entgehen lassen: Mit einem Kaffee in der Hand, einem frischen Croissant vom Bäcker nebenan und einem Blick auf das geschäftige Treiben unter den Bögen gehört das zu den schönsten Morgenstunden, die London zu bieten hat.

Was hier besonders ist

Der Monmouth Coffee-Abholstand am Samstagmorgen zieht Schlangen – aber die sind es wert. Kernel Brewery hat hier ihr Lager und verkauft am Wochenende direkt ab Keller frisch abgefüllte Craft-Biere. Der Spa Terminus-Komplex direkt daneben beheimatet einige der renommiertesten Artisan-Produzenten der Stadt – von Rauchfleisch über Sauerteig bis zu Naturweinen.

Insider-Tipps:

  • Komm samstags zwischen 9 und 11 Uhr für das beste Frühstückserlebnis – später wird es voller und manches ist schon ausverkauft.
  • Erkunde den Spa Terminus daneben: Viele der Artisan-Produzenten dort öffnen nur am Samstag und bieten Direktverkauf an – das ist echtes Insider-London.
  • Kernel Brewery verkauft ihre Biere direkt ab Lager – bringe eine kleine Kühltasche mit, denn die frisch abgefüllten Flaschen sind ein Schatz für Craft-Beer-Liebhaber.
  • Die Straße ist eng – parke keinesfalls mit dem Auto an. London Bridge ist zu Fuß in 15 Minuten erreichbar.
  • Dieser Markt ist wetterabhängig: Bei starkem Regen lohnt sich der Besuch weniger, da viele Stände draußen sind. Schau vorher auf Instagram, ob alles wie geplant öffnet.

04: HISTORISCH & HIP

Old Spitalfields Market
East End mit Geschichte

Ein viktorianisches Marktgebäude, umgeben von Hipster-Cafés und den lautesten Curryhäusern Londons.

Mo–Fr 10–18, Sa 10–19, So 10–17 Uhr LiverpoolStreet / Shoreditch High St.

Der Old Spitalfields Market ist ein Ort, der Londons Geschichte auf besondere Weise spiegelt. Das weitläufige, überdachte Marktgebäude aus dem Jahr 1887 – eine viktorianische Eisenkonstruktion von beeindruckender architektonischer Qualität – war einst einer der wichtigsten Gemüsemärkte der Stadt. Heute beherbergt es eine abwechslungsreiche Mischung aus Streetfood-Ständen, Design-Pop-ups, Vintage-Mode und Kunsthandwerk.

Was Spitalfields von anderen Märkten unterscheidet, ist seine Lage mitten im East End: Das Viertel um Brick Lane ist eines der lebhaftesten und kulturell reichsten Londons. Bengali-Restaurants konkurrieren mit vietnamesischen Pho-Küchen und neuen Bio-Cafés, Straßenkunst ziert jede Wand, und die Brick Lane selbst ist ein Pilgerort für Bagel-Liebhaber – die legendären 24-Stunden-Bäckereien gibt es seit Jahrzehnten.

Das Food-Angebot im Markt selbst ist vielfältig und täglich wechselnd: Von frischen Pasta-Stationen über peruanische Ceviche bis hin zu handgemachten Dumplingsund koreanischen Pancakes ist das Angebot breiter als bei anderen Märkten und spricht besonders jüngeres Publikum an. Durch das überdachte Gebäude funktioniert der Markt auch bei schlechtem Wetter ausgezeichnet – ein nicht zu unterschätzender Vorteil in London.

„Spitalfields ist mehr als ein Markt – es ist das lebendige East End, komprimiert unter einem viktorianischen Dach.“

Ein besonderes Erlebnis bieten die Themenmärkte am Wochenende: Antike-Märkte, Vinyl-Börsen und Foodie-Events mit wechselnden Gastköchen machen jeden Besuch zu einem anderen Erlebnis. Wer regelmäßig kommt, entdeckt immer wieder etwas Neues.

Must-Eat und Must-See

Die Brick Lane Beigel Bake – nur fünf Minuten vom Markt entfernt – ist ein absolutes Pflichtprogramm und rund um die Uhr geöffnet. Der gefüllte Salt Beef Bagel gehört zur London-Erfahrung wie Big Ben. Zurück im Markt: Der Viet Kitchen-Stand mit frischen Sommerrollen und dampfender Pho ist unter Stammbesuchern legendär, ebenso wie der Los Mochis-Stand mit japanisch-mexikanischen Fusionsgerichten, die überraschend gut funktionieren.

Insider-Tipps:

  • Kombiniere den Markt mit einem Spaziergang durch Brick Lane — die Straße ist ein eigenes Erlebnis mit Graffiti-Kunst, Vintage-Shops und dem berühmten Sunday Upmarket.
  • Sonntags ist der Spitalfields-Bereich der lebendigste – viele Stände sind nur am Wochenende da, und die Atmosphäre ist deutlich ausgelassener als werktags.
  • Für Kaffee-Kenner: Das Allpress Espresso-Café direkt neben dem Markt gehört zu den besten Röstereien der Stadt.
  • Die Brick Lane Beigel Bake (24 Stunden geöffnet) ist kein Geheimnis mehr, aber immer noch unschlagbar günstig – ein Bagel kostet weniger als ein Pfund Sterling.
  • Das Marktgebäude selbst ist einen Blick nach oben wert – die viktorianische Eisenkonstruktion ist architektonisch außergewöhnlich.

05: LOKALER LIEBLING

Broadway Market
Hackney’s Herz

Jeden Samstag verwandelt sich diese Hackney-Straße in das gemütlichste und lokalste Foodie-Erlebnis der Stadt.

Samstags 9–17 Uhr London Fields (Overground)

Der Broadway Market ist das schönste Argument dafür, den Touristen-Pfad zu verlassen und sich ins echte London zu wagen. Eingebettet in das kreative, leicht exzentrische Viertel Hackney – östlich des City-Zentrums, jenseits der Touristenrouten – findet hier jeden Samstag ein Markt statt, der sich in seiner Authentizität von allem anderen unterscheidet.

Die Straße selbst ist schon unter der Woche ein angenehmer Ort mit unabhängigen Buchläden, kleinen Galerien, Kaffeebars und vom Nachbarschaftsleben geprägten Pubs. Samstags aber verwandelt sie sich: Über 100 Stände reihen sich auf beiden Gehsteigen aneinander, die Straße ist für den Verkehr gesperrt, und Hackney zeigt sein ganzes kulinarisches Selbst.

Was Broadway Market so besonders macht, ist das Gleichgewicht zwischen Qualität und Gemütlichkeit. Die Produzenten hier sind ernsthaft in dem, was sie tun – der Bäcker backt mit langen Teigführungen und Eigenmehl, die Käsemacherin kommt mit ihrer eigenen kleinen Hofkäserei – aber niemand macht ein großes Aufheben davon. Man kauft, plaudert, läuft weiter. Das fühlt sich weniger wie ein kuratiertes Food-Event an und mehr wie ein Samstagmorgen in einer wirklich guten Stadt.

„Broadway Market ist der Beweis, dass das beste London nicht in den Reiseführern steht, sondern in den Straßen von Hackney.“

Ein Besuch auf dem Broadway Market lässt sich wunderbar mit einem Spaziergang durch London Fields verbinden – der große Park liegt buchstäblich am Ende der Marktstraße und bietet im Sommer ein perfektes Picknick-Setting. Ein Lido befindet sich ebenfalls dort: der London Fields Lido, ganzjährig geöffnet und bei hartgesottenen Londonern beliebt.

Was die Stammgäste wissen

Das Brot von E5 Bakehouse – einer kleinen, leidenschaftlichen Bäckerei aus Hackney – ist hier käuflich und zählt zu den besten Sauerteigbroten der Stadt. Die Schlange am Stand ist entsprechend lang, aber es lohnt sich. Ebenfalls empfehlenswert: die Austern vom Fish-Stand in der Mitte der Straße, frisch geöffnet und mit einem Glas Muscadet serviert, sowie die hausgemachten Pickles und Fermented Foods der kleinen Stände, die zeigen, wie ernst Hackney die Fermentationskultur nimmt.

  • Komm mit einem leeren Rucksack – der Broadway Market ist ideal zum Einkaufen für die Woche: Käse, Brot, Gemüse, Wurst, Wein – alles in einer Qualität, die Supermärkte nicht bieten können.
  • Gehe am Morgen früh (vor 10 Uhr) für ruhiges Schlendern und die besten Auswahl, oder gegen Mittag für die volle Atmosphäre, wenn alle Stände auf Hochtouren laufen.
  • E5 Bakehouse verkauft manchmal auch kleine Packungen ihres Eigenmehl – ein tolles Mitbringsel für Backbegeisterte.
  • Anschließend lohnt sich ein Spaziergang durch die Seitenstraßen von Hackney – die Gegend ist reich an Straßenkunst und kleinen, unabhängigen Läden.
  • Iss im nahen London Fields-Park: Kaufe dir dein Essen am Markt und genieße es auf dem Rasen – das ist das eigentliche Broadway-Market-Erlebnis.


Welcher Food-Markt in London ist der beste?

Das hängt ganz davon ab, wonach du suchst:

  • Borough Market → der berühmte Klassiker
  • Camden Market → kreative Streetfood-Explosion
  • Maltby Street Market → Geheimtipp für Foodies
  • Old Spitalfields Market → stylisch & modern
  • Broadway Market → authentisches London-Feeling

Wer genügend Zeit hat, sollte unbedingt mehrere Märkte besuchen. Jeder einzelne besitzt seinen ganz eigenen Charakter.

Eines ist sicher: In London wird Essen zum Erlebnis.

Die Mischung aus internationalen Küchen, kreativen Food-Konzepten und einzigartiger Atmosphäre macht die Stadt zu einem der spannendsten Food-Ziele Europas.

Wer einmal durch die duftenden Gassen der Londoner Food-Märkte geschlendert ist, wird sofort verstehen, warum Foodies aus aller Welt hierher pilgern.

BUDGET-ÜBERSICHT: WAS KOSTET WAS?

GERICHT / PRODUKTPREIS CA.EINSCHÄTZUNG
Streetfood-Gericht (Markt)£7 – £12günstig
Handwerksbrot (ganzes Laib)£5 – £8günstig
Käse (100–200g, Artisan)£4 – £9günstig
Craft Beer (0,33l Flasche)£4 – £6mittel
Spezialitäten-Produkt (Öl, Gewürz)£8 – £20mittel
Austern (6 Stück mit Getränk)£15 – £22gehoben
Empfohlenes Tagesbudget£30 – £50pro Person

Praktische Tipps für deine Food-Markt-Tour in London

Londoner Food-Märkte sind zu jeder Zeit ein Erlebnis – aber nicht zu jeder Zeit ein angenehmes. Der wichtigste Tipp vorab: Meide Samstage und Sonntage, wenn du die Wahl hast. An Wochenenden verwandeln sich besonders der Borough Market und Camden in kaum durchquerbare Menschenmassen, in denen das eigentliche Erlebnis – das Gespräch mit den Händlern, das ruhige Kosten, das Entdecken – schlicht unmöglich wird.

Den Borough Market besuchst du am besten mittwochs oder donnerstags. Die Auswahl ist nahezu identisch mit dem Wochenende, aber die Atmosphäre ist eine völlig andere: Die Händler haben Zeit, lassen ausgiebig kosten und erzählen gerne, wo ihr Produkt herkommt. Für Camden gilt dasselbe — dienstags oder mittwochs ist der Markt halb so voll, die Köche entspannter und das Essen kommt frischer auf den Teller, weil nicht pausenlos nachgekocht werden muss.

Maltby Street und Broadway Market öffnen ausschließlich am Wochenende, hier lässt sich nichts umplanen. Für beide gilt: Wer vor 10 Uhr da ist, erlebt den Markt in seiner schönsten Form – die Händler sind gut gelaunt, das Brot frisch aus dem Ofen, und die Schlangen vor den beliebtesten Ständen noch überschaubar. Beim Old Spitalfields Market lohnt der Sonntag besonders, da dann mehr Stände geöffnet sind und die umliegende Brick Lane ebenfalls auf Hochtouren läuft.

„Komm früh, iss langsam, bleib lang – das ist die einzige Regel, die auf allen fünf Märkten gilt.“

Noch ein praktischer Hinweis zum Wetter: London ist London. Ein kompakter Regenschirm gehört in jeden Rucksack, denn Maltby Street und Broadway Market sind weitgehend im Freien und bei starkem Dauerregen schlicht kein Vergnügen. Spitalfields dagegen ist überdacht – der ideale Ausweichplan für einen nassen Tag.

Erschwinglich – wenn man weiß, wie

Ein Streetfood-Mittagessen kostet zwischen £7 und £12, ein Laib handwerkliches Brot um die £6, ein gutes Stück Käse zwischen £4 und £9. Mit £30 bis £40 pro Person isst du gut, trinkst gut und nimmst noch etwas mit. Kostproben sind überall kostenlos und ausdrücklich Teil der Marktkultur – nutze sie. Karte wird fast überall akzeptiert, ein £20-Schein als Reserve schadet trotzdem nicht.

Marktkultur in drei Sätzen

Erst den ganzen Markt erkunden, dann essen – wer beim ersten Stand zuschlägt, bereut es meistens. Kostproben annehmen, Händler fragen, Zeit lassen – das ist die ungeschriebene Regel auf allen fünf Märkten. Und: Komm mit leerem Magen. Es klingt offensichtlich, macht aber den größten Unterschied.

  • Beste Reisezeit: Frühling und Sommer sind ideal, da viele Märkte draußen stattfinden.
  • Öffnungszeiten Prüfen: Nicht jeder Markt hat täglich geöffnet
  • Oyster Card Nutzen: Mit der Londoner Oyster Card kommt man schnell und günstig durch die Stadt.
  • Kleine Portionen essen: So kann man möglichst viele verschiedene Gerichte probieren. (Es gibt auch viele Stände bei denen man Pröbchen bekommt
  • Die Cam einpacken: Die Märkte gehören zu den fotogensten Orten Londons.

DO’S & DON’TS AUF LONDONER MÄRKTEN

UNBEDINGT TUN

  • Kostproben annehmen – es ist Marktkultur
  • Händler nach Herkunft fragen
  • Erst den ganzen Markt erkunden, dann essen
  • Seitenstraßen und Bögen erkunden
  • Früh kommen, Zeit lassen
  • Mit Locals ins Gespräch kommen

BESSER VERMEIDEN

  • Samstags mit Koffer durchschieben
  • Am ersten Stand zuschlagen ohne Überblick
  • Fotos machen ohne kurz zu fragen
  • Mit dem Auto anfahren
  • Nur die bekanntesten Stände besuchen
  • Auf nüchternem Magen Craft Beer versuchen

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