Es gibt Orte in London, an denen die Grenze zwischen Film und Wirklichkeit einfach verschwimmt. Die Warner Bros. Studio Tour in Leavesden, nordwestlich der Stadt, ist genau so ein Ort. Wer mit Harry, Ron und Hermine aufgewachsen ist oder die Filme erst als Erwachsener entdeckt hat, betritt hier keine gewöhnliche Ausstellung, sondern die tatsächlichen Kulissen, in denen acht Filme über zehn Jahre hinweg entstanden sind. Für viele Familien, Fans und Harry-Potter-Liebhaber gehört dieser Ausflug zu den Höhepunkten einer London-Reise und mit dem passenden Transfer direkt ab der Innenstadt wird er auch logistisch zu einem entspannten Erlebnis.
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Was die Studio Tour so besonders macht
Anders als bei vielen anderen Filmattraktionen handelt es sich hier nicht um nachgebaute Kulissen an einem austauschbaren Ort, sondern um die Original-Sets, in denen tatsächlich gedreht wurde. Schon der erste Schritt in die Große Halle von Hogwarts sorgt bei den meisten Besuchern für einen Moment des Innehaltens, die langen Tische, die schwebenden Kerzen, die steinernen Wände wirken vertraut und gleichzeitig überwältigend echt.
Von dort führt der Weg weiter durch den Gemeinschaftsraum von Gryffindor mit seinen knarzenden Ledersesseln, durch den Schlafsaal der Jungen und vorbei am Klassenzimmer für Zaubertränke. Hagrids Hütte steht originalgetreu neben seinem legendären Motorrad, und wer genau hinschaut, entdeckt in den Vitrinen Requisiten wie Harrys Nimbus 2000 oder die Zauberstäbe der Hauptcharaktere. Besonders eindrucksvoll ist der Bahnsteig 9¾ mit dem originalen Hogwarts Express: Hier lässt es sich mit einem Gepäckwagen fotografieren, als würde man selbst gerade durch die Wand verschwinden, bevor man durch die Zugwaggons spaziert und erfährt, wie die berühmten Zugszenen tatsächlich gefilmt wurden.
Ein noch relativ neuer Teil der Tour führt in die Zaubererbank Gringotts. Die imposanten Marmorsäulen, die Kostüme der Kobold-Bankangestellten und der Tresorraum der Lestranges, in dem einst Bellatrix‘ Schätze lagerten, machen diesen Bereich zu einem der aufwendigsten Sets der gesamten Ausstellung. Und natürlich darf ein Bummel durch die Winkelgasse nicht fehlen, vorbei an den Schaufenstern von Ollivanders Zauberstabladen, Flourish and Blotts und den Weasleys‘ Zauberhaften Zauberscherzen.
Der Transfer: entspannt anreisen statt selbst navigieren
Die Studios liegen außerhalb Londons, weshalb sich ein organisierter Transfer besonders lohnt, vor allem für alle, die sich nicht mit Regionalzügen und Shuttlebussen herumschlagen möchten. Bei dieser Tour startet die Fahrt an der Victoria Coach Station, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Victoria entfernt. Der klimatisierte Reisebus bringt die Gruppe in rund 75 Minuten direkt zum Studiogelände, und nach dem Besuch geht es auf demselben Weg wieder zurück.
Wichtig zu wissen: Je nach gebuchter Startzeit unterscheidet sich das Gate am Busbahnhof. Bei einer Abfahrt um 8:15 Uhr wartet der Vertreter von Premium Tours an Gate 19, bei späteren Startzeiten zwischen 9:15 und 13:45 Uhr an Gate 0. Man sollte sich direkt in die Busstation begeben, statt draußen zu warten, und am besten schon 15 Minuten vor der gebuchten Zeit vor Ort sein. Vor Ort werden die Eintrittstickets ausgehändigt und die Rückkehrzeit bestätigt, danach lässt sich das Studio in seinem eigenen Tempo erkunden.
Insgesamt sollte für den kompletten Ausflug mit Hin- und Rückfahrt ein ganzer Tag eingeplant werden. Rechnet man beide Busfahrten und den Aufenthalt im Studio zusammen, dauert das Erlebnis in der Regel zwischen sieben und siebeneinhalb Stunden, wobei der eigentliche Studiobesuch mit mindestens vier Stunden angesetzt ist.
Praktische Tipps für den Besuch
Der digitale Audioguide ist im Ticketpreis nicht enthalten und kann direkt am Eingang des Studios erworben werden, unter anderem auch auf Deutsch. Wer ohne Guide unterwegs ist, sollte bedenken, dass die Beschriftungen und Informationstafeln im Studio auf Englisch sind. Gepäck lässt sich problemlos in der Garderobe vor Ort abgeben, allerdings nicht im Reisebus selbst, da die Fahrzeuge während des Tages wechseln können.
Für Familien mit kleineren Kindern lohnt sich ein Blick auf die Altersstaffelung: Kinder zwischen drei und vier Jahren zahlen nur eine geringe Transfergebühr und erhalten freien Eintritt ins Studio, während für Kinder unter zwei Jahren ein kostenloses Ticket benötigt wird. Bei der Buchung sollte direkt die passende Ticketkategorie gewählt werden, da sich diese am Besuchstag selbst nicht mehr ändern lässt.
Ein Detail, das viele überrascht: Die Tour ist aktuell nicht für Rollstuhlfahrer geeignet, was bei der Planung berücksichtigt werden sollte. Wer im Studio-Café Butterbier oder Hotdogs probieren möchte, sollte sich außerdem auf britische Preise einstellen, geschmacklich teilen sich die Meinungen der Besucher hier allerdings deutlich.
Saisonale Highlights
Wer seinen Besuch zeitlich flexibel planen kann, sollte einen Blick auf die saisonalen Themen werfen. Von Mitte September bis Anfang November dreht sich vieles um die dunkleren Seiten der Zaubererwelt unter dem Motto „Dunkle Künste“. Von Mitte November bis Mitte Januar verwandelt sich das Studio dann in eine winterliche Kulisse: Die Große Halle erstrahlt im Stil des Yule Balls, der Gemeinschaftsraum von Gryffindor, der Verbotene Wald und die Winkelgasse werden weihnachtlich dekoriert, und selbst das Modell von Schloss Hogwarts wird mit derselben Technik wie im Film in Schnee gehüllt. Für alle, die London im Winter besuchen, ist dieser Zeitraum ein besonderes Erlebnis.
Für wen sich der Ausflug lohnt
Diese Kombination aus Studio-Besuch und organisiertem Transfer eignet sich besonders für Familien, die eine unkomplizierte Anreise ohne eigene Navigation schätzen, für Harry-Potter-Fans jeden Alters, die keine Details verpassen möchten, und für alle, die ihren London-Aufenthalt um einen ganzen, sorgenfreien Tag außerhalb der Innenstadt ergänzen wollen. Wer lieber individuell mit dem Zug anreist, findet günstigere Alternativen – für alle anderen ist der Transfer ab Victoria eine bequeme und stressfreie Lösung.